pr19.378 – 07.10.2019

 

 

Geschichtsausstellung noch bis 31. Oktober im Gelderner Rathaus:

„Mächtig und stark“ – Karten erzählen von Festungen und Städten

 

 

 

Ein Foto füge ich bei. Vorschlag BU:

Bieten einen interessanten Einblick in die Festungstechnik der Städte zwischen Rhein und Maas ab dem 16. Jahrhundert: Frans Hermans und Dr. Yvonne Bergerfurth bei der Installation der Ausstellung „Mächtig und stark“, die im Foyer des Gelderner Rathauses zu sehen ist.

 

GELDERN    Dass Geldern, wie auch andere Städte im Mittelalter, von einer Stadtmauer beschützt wurde, ist bekannt. Warum die Mauern aber seit  etwa dem 16. Jahrhundert durch neue, komplexe Befestigungsbauten abgelöst wurden, zeigt anschaulich eine Ausstellung im Foyer des Gelderner Rathauses, die durch die Stichting Historie Peel-Maas-Niersgebied in Kooperation mit den Stadtarchiven Venlo, Venray, Krefeld und Geldern sowie dem Museum Schloss Rheydt und dem Verein „Mespilvs“ präsentiert wird.

Die Ausstellung unter dem Titel „Mächtig und stark“ zeigt Festungstechnik mit vorgelagerten Zitadellen, Bastionen, Wassergräben und Wällen, die das Gesicht vieler Städte zwischen Rhein und Maas bis heute prägt. Gelderns Stadtarchivarin Dr. Yvonne Bergerfurth: „Ich bin von der Schönheit, Farbigkeit und Ästhetik der vielen wunderbaren handgemalten Karten ganz begeistert. Sie erzählen sehr anschaulich zusammen mit weiteren Abbildungen wie technische Neuerungen die Stadtentwicklung in unserer Region ab dem 16. Jahrhundert maßgeblich beeinflussten und dokumentieren die jahrhundertlange gemeinsame Geschichte diesseits und jenseits der Maas.“ Zahlreiche der dargestellten Festungspläne rund um Rhein und Maas waren bislang sogar Fachleuten unbekannt. Die Ausstellung, die mit Hilfe der EUREGIO und des Kulturraum Niederrhein zustande kam, ist noch bis zum 31. Oktober im Rathausfoyer in Geldern kostenlos während der Öffnungszeiten des Gelderner Bürgerbüros zu sehen, also montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 12.30 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr. Interessierte erhalten an der Infotheke eine kostenlose Broschüre mit weiteren Abbildungen und ausführlichen Erläuterungen.

 

 Quellenangabe: Herbert van Stephoudt, Pressesprecher Stadt Geldern

Foto: Herbert van Stephoudt, Pressesprecher Stadt Geldern


02.09.2018 Burgerhalle Geldern

vlnr: Hannah Zimmer, Nele Aßmann, Simone Frank, Yvonne Bergerfurth, Markus Veh, Udo Oerding und Gerd Halmanns

Gerd Halmanns, Vorsitzender Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V.

Burgermeister Sven Kaiser der Stadt Geldern


Gelderntag 08.09.2018


vlnr: Yvonne Bergerfurth (Archivarin), Rien van den Brand (Autor) Landrat Wolfgang Spreen, Dr. Udo Oerding (Präsident Mespilvs) und Stellv.Bürgermeister der Stadt Geldern Ralf Pennings

vlnr: Rien van den Brand (Autor) Frau Susanne Richter, Dr. Wolfgang Löhr (Archivar a.D, MG) und Yvonne Bergerfurth (Archivarin der Stadt Geldern)


Niederrhein Nachrichten 22.11.2017


Sehr geehrtes Mitglied,

 

zur diesjährigen  Jahreshauptversammlung am

Samstag, den 18. November 2017 um 10 Uhr im Forum der Stadt Geldern

(Issumer Tor 40, 47608 Geldern), möchte ich Sie hiermit herzlich einladen.

 

Die Tagesordnung sieht vor:

 

  1. Begrüßung durch den Präsidenten
  2. Geschäftsbericht über die Aktivitäten
  3. Bericht des Verwalters der Finanzen
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Aussprache und Entlastung des Vorstands
  6. Neuwahl des gesamten Vorstands (Wiederwahl ist möglich)
  7. Wahl einer Kassenprüferin/eines Kassenprüfers
  8. Bericht über laufende und zukünftige Projekte
  9. Verschiedenes

 

Anschließend laden wir Sie um 11 Uhr zur Vorstellung unserer neuen Publikation „Streiflichter – Stadt, Burg und Festung Geldern“ von Rien van den Brand (Geldrisches Archiv 17) ins Forum der Stadt Geldern ein.

 

Das Buch kann ab dem 20. November 2017 im Stadtarchiv Geldern abgeholt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Udo Oerding

 

Präsident


foto van Mespilvs.

Das Stadtarchiv und sein Förderverein MESPILVS e.V. öffneten am Sonntag, 10.9. die Pforten der Villa von Eerde  für den Tag des offenen Denkmals. Von 11 bis 16 Uhr konnten unsere Gäste nach Herzenslust nach Büchern stöbern und gegen eine kleine Spende mit nach Hause nehmen und die Räume der Villa besichtigen. Einige ausgewählte Archivalien aus mehreren Jahrhunderten lagen zur Einsicht bereit und gaben Einblicke in die Geschichte Gelderns. Gut angenommen wurden die Schnupperkurse zum Lesen alter Schriften und zur Familienforschung. Alle Besucher waren sich einig, dass das Kaffee- und Kuchenbuffet köstlich war.   

Auch wir, die Vorstandsmitglieder von MESPILVS hatten viel Spaß und sind uns einig: das machen wir wieder. 


Übersetzer Rien van den Brand, Stadt-Archivarin Yvonne Bergerfurth, Pfarrerin Sabine Heimann und Heimatforscher Heinz Bosch mit der Urkunde von 1415. An den "Troddeln" unten am Pergament waren Siegel befestigt.             FOTO: Evers

Geldern. Im Stadtarchiv lagern Pergamente, die vom Bau und der Idee zur Heilig-Geist-Kirche zeugen. Jetzt erfahren sie neue Aufmerksamkeit.         

Von Sina Zehrfeld

 

Im Jahr 1415 beschlossen die Gelderner Bürger, dass es ein Hospital geben müsse "damit elende und arme Leute, die wir haben, ein Unterkommen aufgrund der Barmherzigkeit finden". So steht es in der mittelalterlichen Urkunde, die diese Geschichte belegt. Die Armen und Kranken sollten dort unentgeltlich versorgt werden. Und weil die Elenden schließlich irgendwie zur Messe kommen müssen, sollte an das "Hospital oder Gasthaus", wie es hieß, auch eine Kapelle gebaut werden. Das waren die Anfänge der Heilig-Geist-Kirche.

In verblassender Tinte auf Pergament haben die Verfügungen die Zeiten überdauert; das Schriftstück liegt im Gelderner Stadtarchiv. Außer ihm gibt es im Archiv noch drei weitere aus den Jahren 1418, 1419 und 1426, die Schlaglichter auf die Geschichte der Kapelle werfen.

Rien van den Brand hat diese Dokumente entziffert, die Texte zunächst mal im Mittelhochdeutschen in moderner Schrift niedergelegt und die Inhalte dann zusammenfassend ins Hochdeutsche übersetzt. Das war die Grundlage für die Arbeit des Heimatforschers Heinz Bosch: Er hat die Verfügungen in ihren jeweiligen historischen Kontext eingeordnet. Sie enthalten Aufschlussreiches, macht er klar: "Interessante Einzelheiten, die nicht nur den Heilig-Geist-Komplex betreffen, sondern auch auf die Geschichte der Stadt hinweisen." In einer kleinen Zeremonie hat er nun die Kopien der Urkunden und die Übersetzungen an die Evangelische Kirchengemeinde Geldern übergeben.

"Eine ganz wichtige Arbeit, auch für uns als Kirche", bedankte sich Sabine Heimann, Pfarrerin und Presbyteriumsvorsitzende der Gemeinde. Natürlich waren die Gründungsurkunde und ihr Inhalt bekannt. "Aber Herr Bosch hat viel über die weitere Geschichte zusammengetragen." Nicht zuletzt ist ihr der gesellschaftliche Hintergrund wichtig, das Engagement und die Eigenständigkeit der Bürger: "Die Freiheit, die da ein Stück weit drinsteckt", sagt sie. So legt eine der Urkunden beispielsweise fest, dass Bürgermeister, Schöffen und Rat gemeinsam mit der Verwaltung des "Gasthauses" die Geistlichen für die Kapelle einstellen dürfen. Und auch Streitigkeiten sollen die Bürger schlichten.

Der Übersetzer Rien van den Brand ist noch nicht fertig mit der Geschichte der Heilig-Geist-Kirche. Allzu kompliziert sei die Übersetzung nicht gewesen, doch es gibt in alten Texten immer Stellen, an denen Schrift oder Sprache undeutlich sind. Van den Brands nächstes Ziel ist daher: "Es gibt zwei Kopien davon, die möchte ich gerne damit vergleichen." Auch davon abgesehen will er sich der Gelderner Historie widmen: "Wenn alles gut geht, kommt am Ende dieses Jahres noch ein Buch über die Stadt Geldern."

Quelle: RP 23. August 2017


Die diesjährige Publikation „Epitaph für Stefan Frankewitz“, (Geldrisches Archiv 16) 

NEU

 

Geldern, 2015

€ 30,-- excl. Porto


am 02.12.2015 JHV





Buchvorstellung 24.09.2013


Jahreshauptversammlung 07.02.2013


Buchvorstellung 24.10.2012


Jahreshauptversammlung 11.09.2011


Jahreshauptversammlung 06.11.2010


Tagung 06.11.2010